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	<title>Lenaisten e.V. - Der Lena - Fanclub</title>
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	<description>Ein weiterer Lenaisten e.V. Blogs Blog</description>
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		<title>Durch die Nacht mit… der Schneelena und den Lenaisten</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 13:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manny91</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vereins-News]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Erlebnisbericht von Laura_chan „Sing mal was Lena, sing mal was!“ –  „Halt´s Maul, ich sing doch jetzt nich.“ Das war wohl der häufigste Satz, der auf unseren Winterfest verwendet wurde. Ob beim Karaoke-Singen oder einfach nur, weil wir diesen Satz so „episch“ und „lenalike“ fanden. „Huuuuuuuhu!“ sagte ich voller Freude und begrüßte Guido, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Ein Erlebnisbericht von <a href="http://www.lenameyerlandrut-fanclub.de/forum/member.php?2831-Laura-chan" target="_blank">Laura_chan</a></h6>
<p>„Sing mal was Lena, sing mal was!“ –  „Halt´s Maul, ich sing doch jetzt nich.“ Das war wohl der häufigste Satz, der auf unseren Winterfest verwendet wurde. Ob beim Karaoke-Singen oder einfach nur, weil wir diesen Satz so „episch“ und „lenalike“ fanden.</p>
<p>„Huuuuuuuhu!“ sagte ich voller Freude und begrüßte Guido, der wie Stefan den Shuttleservice übernommen hatte. Als wir im Auto saßen, überprüfte ich mein Netz am Handy und sah: Oberhof! Na klasse, das konnte ja was werden&#8230;</p>
<p>Angekommen wurden wir gleich begrüßt und erhielten unsere Zimmerschlüssel. Ach ja, Oli, ich hab noch ein kleine Frage&#8230;wieso um Lenas Willen musste man 3000€ bei Schlüsselverlust hinblättern? <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=O2bB2wEf8iw">http://www.youtube.com/watch?v=O2bB2wEf8iw</a></p>
<p></a></p>
<p>Nachdem wir dann unsere Zimmer bezogen, sowie mit dem Bettlaken und Kopfbezug einen kleinen Krieg ausgeführt hatten, durchstöberten wir erst mal das Schloss und begrüßten alle die da waren, sowie die Neuankömmlinge. Entweder mit einem gekonnten Handschlag, einer Umarmung oder sogar mit einem Gruppenkuscheln, das dann meistens etwas länger dauerte. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als dann fast alle da waren, denn einige konnten leider erst später dazu stoßen, konnte das „richtige Kennenlernen“ erst richtig beginnen&#8230;</p>
<p>Berti erzählte zwischendurch noch über die Begegnung mit Brainpool und die zukünftige Zusammenarbeit mit denen. Danke dafür. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Einige hielten sich in unserem „Partykeller“ auf, wo auch das Karaoke-Singen stattfinden sollte und futterten Chips und andere Knabbereien in sich hinein. Andere hingegen waren auf ihren Zimmer um einen gemütlichen Plausch zu halten&#8230; Lachanfälle gab es auch genug, sogar soweit, dass sich einer auf dem Boden rollte. Rofl.  Dass alle nicht zusammen waren, hatte natürlich auch einen Grund, denn das „richtige“ Programm fing erst am nächsten Tag an. Das inoffizielle Programm war schon wunderschön, wie sollte dann erst das richtige Programm werden?</p>
<div id="attachment_455" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://www.lenaisten.de/files/2012/02/AjIEQOPCQAAlMLA.jpg" rel="lightbox[441]"><img class="size-medium wp-image-455" title="Unsere Schneelena" src="http://www.lenaisten.de/files/2012/02/AjIEQOPCQAAlMLA-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Unsere Schneelena</p></div>
<p>Am nächsten Morgen wurden wir mit einer netten, dennoch ziemlichen unbequemen, Begrüßung geweckt&#8230; Laura hatte per Lautsprecher, der gefühlt auf Lautstärke 100 war, uns den Tagesablauf erklärt&#8230; nein, eher hinein gebrüllt und uns dann ganz lieb zum Frühstück gebeten. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Allerdings waren wir soo viele, dass nicht jeder sofort was futtern gehen konnte, da sonst der ganze Frühstücksraum überfüllt gewesen wäre. Nach dem Frühstück verschwanden die meisten in ihre Zimmer. Und dann war es endlich soweit: Unsere Wanderung zum „Holzhaus, das man nicht betreten konnte und das abgeschlossen war“. Eigentlich war die Wanderung nicht anstrengend, wenn man die Kälte und den lästigen Wind außer Betracht lässt. Außerdem sorgte Lena-Musik für Stimmung und die Paparazzi waren auch ziemlich fleißig <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Oben angekommen warteten wir, was passiert&#8230; und es passierte erst mal nix. Der Schnee, der oben lag, war dann einfach zu verlockend, und es begannen diverse Schneeballschlachten und „Einseiforgien“, außerdem wurde hier oben von Nassi die einzig wahre Schneelena gebaut. Apropos einseifen, Stephan, ich hab mit dir da noch ein Hühnchen zu rupfen! Nun gut, nachdem wir dann unseren kleinen „Krieg“ beendet hatten, fuhr der Transporter mit dem Essen endlich ein und alle stellten sich brav an, um ihr Lunchpaket zu erhalten. Beim Essen begann dann wieder hier und da ein gemütlicher und äußerst witziger Plausch. Als wir dann alle fertig gefuttert hatten, begann die Abreise vom „Holzhaus, das man nicht betreten konnte und das abgeschlossen war“. Allerdings bei einigen diesmal etwas anders als zur Hinreise, denn unter anderen sind ich und ein paar andere Mitglieder diesmal mit dem Transporter zurück gefahren, denn wenn 6 Plätze hinten frei sind, wieso sollte man dann nicht da einsteigen? <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Angekommen spurteten die, die mit dem Transporter gefahren waren, erst mal zur Heizung und wärmten sich da dann auf. Als die restlichen Schnuckis auch endlich da waren, wurde geplauscht und natürlich viel gelacht&#8230; mal wieder! Meine Wenigkeit und noch ein paar andere, unter anderem Stephan und Flip, spielten dann mit der Webcam von Kevin umher, der uns vorher noch Bilder von Lena in sehr, sehr großer Auflösung gezeigt hatte, und so vertrieben wir uns die Zeit. Die anderen gingen entweder in den Partykeller oder zu unserem Saal, wo das Lena-Kino seinen Sitz hatte und aßen die restlichen Muffins und Kekse auf, die man den gestrigen Tag mitgebracht hatte&#8230; ziemlich verfressen. Dann war es endlich soweit und unsere „Lena Chartsshow“ begann. Vorher hatten wir Zettelchen bekommen, wo wir dann aus verschiedenen Auftritten und verschiedenen Sprüchen unsere Lena Top 10 wählen konnten. Auf Platz eins war natürlich der Klassiker: „Wir werden jetzt hier sterben!“ Nebenbei schnuckelten wir gemütlich Hello Kitty Lutscher. C:  Danach ging es ab in den Partykeller und zum Karaoke-Singen! Stefan sang die Ballade „Jar of Hearts“ und Laura legte einen richtigen kleinen Auftritt hin! Kurz gesagt: ein wirklich gelungener Abend mit vielen Jokes und tollen Sängern und Sängerinnen! Zwischendurch futterten wir Chips und tranken Mezzo Mix und Bier&#8230;also die unter 18 Jährigen nicht, sondern die über 18. Nicht das jetzt ein falscher Eindruck entsteht&#8230; oO! So um ca. 3 Uhr hab ich mich dann aufs in Bett gemacht, die anderen Partymäuse blieben noch ein Weilchen und huschten dann aber auch ins Bett.</p>
<p>Am nächsten Morgen wurden wir dann auch wieder per Lautsprecher geweckt, diesmal allerdings nicht ganz so unsanft^^. Nach dem Frühstücken war dann wieder eine kleine Schlacht mit dem Bettzeug dran, und einpacken war angesagt. Und dann&#8230; ja dann mussten wir leider los, damit wir unseren Zug nicht verpassen. Ich umarmte fast jeden, dem ich „Auf Wiedersehen“ sagte, und zum Schluss war ich den Tränen nahe. Die paar Tage waren einfach nur wunderschön und man hat so viele Liebe Menschen getroffen, die genauso verrückt sind wie man selbst.</p>
<p>Zum Schluss muss man nochmal einen speziellen Dank an Oli sagen, der sich wirklich so toll um die Organisation gekümmert hat! Natürlich auch an alle anderen, die geholfen haben.</p>
<p>Dankeschönst!</p>
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		<title>Night Vault to Kairos</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 23:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flash-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute vor zwei Jahren, am 16. Februar 2010, wurde mein Begriff vom Künstlertum zerstäubt. Dass ich das erst Monate später bemerkte, ist ohne Belang; hier soll von dem Ereignis jenes Abends die Rede sein, durch welches meine unumstößliche, über Jahre gefestigte Überzeugung, die Rede vom Originalgenie sei ein bourgeoises Konstrukt ohne Substanz, in exakt drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor zwei Jahren, am 16. Februar 2010, wurde mein Begriff vom Künstlertum zerstäubt. Dass ich das erst Monate später bemerkte, ist ohne Belang; hier soll von dem Ereignis jenes Abends die Rede sein, durch welches meine unumstößliche, über Jahre gefestigte Überzeugung, die Rede vom <em>Originalgenie</em> sei ein bourgeoises Konstrukt ohne Substanz, in exakt drei Minuten haltlos wurde.</p>
<p>Große Augenblicke, auch Kairoi genannt, sind am schönsten, wenn sie in ganz unerwartetem Rahmen stattfinden, so als wollten sie bewusst und aus kindlichem Schabernack alles Erwarten, alle kanonisierten Vorstellungen von ihrem Erscheinen ad absurdum führen. Genau dies traf auf die Materialisierung dessen zu, was ich für ein Phantasma gehalten hatte:<span id="more-438"></span> Ausgerechnet in einer Castingshow für den Eurovision Song Contest, noch dazu im Privatfernsehsender Pro 7 ausgestrahlt, inszenierte Lena Meyer-Landrut, eine 18-jährige Gesamtschülerin fast ohne jegliche Bühnenerfahrung, ein vertrackt-tänzelndes Meisterwerk von höchster Subtilität, jugendlicher Energie und emotionaler Intensität &#8211; und das, ohne die Gelegenheit zu ausreichenden Proben mit dem Orchester gehabt zu haben; noch am selben Vormittag hatte sie eine Vorabiturprüfung im Fach Englisch zu schreiben. Das Lied, <em>Diamond Dave</em>, im Original von The Bird and the Bee, eignete sie sich dabei in einer derart souveränen Weise an, dass ich bis heute nicht die Neugier entwickelt habe, mir die Originalfassung zu beschaffen. Ich kenne die Originalversionen von <em>Foundations</em>, <em>Mouthwash</em> (beide von Kate Nash), <em>New Shoes</em> (von Paolo Nutini) und <em>The Lovecats</em> (von The Cure), also jenen Songs, die Lena in den weiteren Folgen von Unser Star für Oslo sang. Da ich nicht auch noch über The Bird and the Bee desillusioniert werden möchte (ihr bezauberndes <em>Carol of the Bells</em> lässt mich glauben, dass das ganz bestimmt eine wunderbare Band ist), <em>will</em> ich die Originalfassung von <em>Diamond Dave</em> nicht hören; wie die gerade genannten Lieder gehört es ohnehin seit dem Frühjahr 2010 Lena.</p>
<p>Wie hat sie das nur gemacht? Wer Augen hat zu sehen und Ohren zu hören, kann es selbst nachvollziehen: Gesammelt, expressiv, charismatisch, sophisticated, gelöst und verspielt zugleich, jubilierend, stöhnend, skandierend und mit einem herrlichen Vibrato in der Stimme trug sie dieses Lied vor, als hätte sie selbst es speziell für diesen Abend geschrieben und als sänge sie es nur für ihre Liebsten. Genau darin aber besteht die Kunst, in der Lena bereits seit ihrem ersten Auftritt mit <em>My Same</em> zwei Wochen zuvor sich wie keine andere auszeichnet &#8211; nur war die Wahl dieses verrückten Liedes, das sie heute vor zwei Jahren vortrug, noch eine entscheidende Stufe kühner, denn im Unterschied zur Originalinterpretin von <em>My Same</em>, der inzwischen zum Weltstar aufgestiegenen Adele, sind The Bird and the Bee ein Geheimtip für Insider. Und ganz subjektiv finde ich <em>Diamond Dave</em> einfach noch um einen ganzen Batzen geiler.</p>
<p>Dazu muss ich einer mir vollkommen unverständlichen Bewertung entgegentreten, die nicht nur viele, zum größten Teil unqualifizierte Kommentare auf der damaligen Webpräsenz der Sendung Unser Star für Oslo dominierte, sondern der sich, freilich ganz nebenhin und ohne ihr auch nur das geringste Gewicht zuzusprechen, sogar der von Lena völlig hingerissene Jurypräsident Stefan Raab anschloss: nämlich dass das Lied &#8220;schief gesungen&#8221; und viele Töne nicht getroffen worden seien. Auch hier kann ich nur feststellen: Wer Ohren hat zu hören, muss doch erkennen, dass Lena gerade dieses Lied mit äußerster, geradezu unheimlicher Präzision gesungen hat, dass die melodischen und die „gesprochenen“ Gesangspassagen meisterhaft aufeinander abgestimmt sind und dass der Gesamteindruck von schlicht überwältigender Souveränität in Ausdruck und Darbietung geprägt ist.</p>
<p>Und die Wahl dieses Liedes ist natürlich von beinah prophetischer Klugheit. Wie heißt es darin so schön:</p>
<p><em>You captured my devotion<br />
I spent so many hours<br />
Exploring mixed emotions</p>
<p>All of the ways you spoke to me<br />
All of the things you provoked in me<br />
I&#8217;ll always love you</p>
<p>[…]<br />
I&#8217;ll always remember<br />
I still carry such a flame</em></p>
<p>Auf wen träfen diese Zeilen denn mehr zu als auf die bezaubernde Lena Meyer-Landrut selbst?<br />
Doch Vorsicht: Mit den <em>mixed emotions</em> muss jeder Infizierte selbst zurechtkommen.</p>
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		<title>Heia hussassa, wir feiern unseren ersten Geburtstag :)</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 15:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manny91</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vereins-News]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute vor einem Jahr trafen sich in Köln 19 Mitglieder unsers Forums, um einen Verein zu gründen. Einen echten eingetragenen Verein, mit Satzung und Vorstand und Schatzmeister und allem Pipapo. Nur ohne Vereinsheim, denn das ist ja unser Forum. Ein bisschen Herzklopfen hatten wir schon, denn man hatte sich ja noch nie im Real Life [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor einem Jahr trafen sich in Köln 19 Mitglieder unsers Forums, um einen Verein zu gründen. Einen echten eingetragenen Verein, mit Satzung und Vorstand und Schatzmeister und allem Pipapo. Nur ohne Vereinsheim, denn das ist ja unser Forum. Ein bisschen Herzklopfen hatten wir schon, denn man hatte sich ja noch nie im Real Life gesehen. Dazu kam der Zweifel, ob wir jetzt nicht doch einen Schritt zu weit gehen mit unserer Lenamanie. Aus dem Selbstzweifel, ob man nicht ein bisschen verrückt ist, ist inzwischen fröhliche Gewissheit geworden. Ja, wir sind alle ein bisschen durchgeknallt, und das ist auch gut so.</p>
<p>Szenenwechsel: ein Jahr später in einem kleinen Schloss in der Rhön. 65 Lenaisten treffen sich, um miteinander zu feiern und auch ein bisschen zurückzublicken auf das erste Jahr der Vereinsgeschichte. Was haben wir zusammen erlebt? Hat es sich gelohnt, einen Verein zu gründen? Ganz praktisch betrachtet hätten wir ohne den Verein kein Haus mieten können, um uns zu treffen. Aber auch vieles andere wäre nicht möglich gewesen. Rund um den ESC in Düsseldorf hatten die Medien einen Ansprechpartner, und ein Team der Lenaisten bekam Presseakkreditierungen, um vom Ort des Geschehens zu berichten.</p>
<p>Auch für Brainpool gab es nun seitens der Fans Ansprechpartner aus Fleisch und Blut, mit Gesichtern und Telefonnummern. Eine vertrauensvolle Beziehung zu Lenas Management aufzubauen, gelang nicht von heute auf morgen, aber mit vielen kleinen Schritten hat man sich angenähert. Inzwischen sind unsere Kontaktpersonen mit Lenas Betreuern per Du, aber trotzdem sehen wir uns noch ziemlich am Anfang eines Weges, den wir sehr langfristig betrachten. Wir wollen Lena dauerhaft unterstützen, nicht nur während eines Hypes. Lena selbst haben wir noch nicht getroffen. Das muss auch nicht sein, es ist ganz ihr überlassen. Aber sie folgt uns inzwischen auf Twitter, das macht uns ein bisschen stolz. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Indirekt profitiert auch jeder Forums- oder Daily-Lena-Nutzer vom Lenaisten e.V., weil dieser die Finanzierung der verschiedenen Internet-Angebote langfristig sichert und dafür sorgt, dass keine Privatperson dafür den Kopf hinhalten muss.</p>
<p>Kurzum, wir haben allen Grund, voller Freude und Dankbarkeit auf ein aufregendes Jahr zurückzublicken. Die Vereinsgründung ist gelungen und hat sich bewährt. Und jeder, der schon einmal auf einem unserer rauschenden Feste war, fragt gleich nach der Heimkehr voller Ungeduld, wann das nächste stattfindet. Es wird in diesem Sommer sein. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Notizen aus dem Nebenzimmer &#8211; Ein entschieden unvollständiger Jahresrückblick</title>
		<link>http://www.lenaisten.de/2011/12/31/notizen-aus-dem-nebenzimmer-ein-entschieden-unvollstandiger-jahresruckblick/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 14:02:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bates</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flash-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich war so unglaublich nervös. Es war ein Mittwochabend im April, ich machte mich ausgehfertig, und meine Gedanken waren bei einer, die mit Fug und Recht noch aufgeregter war als ich – und wahrscheinlich just in diesem Moment kräftig gähnte. Eine junge Sängerin, die gleich das erste abendfüllende Konzert ihres Lebens geben sollte, in einer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ich war so unglaublich nervös.</em> Es war ein Mittwochabend im April, ich machte mich ausgehfertig, und meine Gedanken waren bei einer, die mit Fug und Recht noch aufgeregter war als ich – und wahrscheinlich just in diesem Moment kräftig gähnte. Eine junge Sängerin, die gleich das erste abendfüllende Konzert ihres Lebens geben sollte, in einer der größten Hallen der Republik. „Der Bus ist da“ – das kleine Video auf ihrer Homepage konnte ich gerade noch sehen, und ihr Herzklopfen sprang sofort über auf mich. Das war etwas Neues: keine Erwartungshaltung als Käufer einer Karte, sondern ein Mitfiebern und Mitzittern mit der Künstlerin, die in wenigen Stunden die Bühne betreten würde. Und das Wissen, dass quer übers Land ein Haufen Verrückter mitfieberte und mitzitterte und die ersten Berichte sehnsüchtig erwartete. Es war, als ginge ich nicht als Gast und Zuschauer auf ein Konzert – und, um Himmels willen, nicht als <em>Kunde</em> –, sondern als Teil einer verschworenen Gemeinschaft.<span id="more-412"></span></p>
<p>Ein paar Stunden später war ich der glücklichste Mensch der Welt. Im Vorfeld der USFD-Shows war unter den Fans oft von einem „zweiten Urknall“ die Rede gewesen – doch wenn es einen solchen gab, dann hatte er an diesem Abend stattgefunden. Nun stand fest: Auftritte in Fernsehshows, so sehr sie dabei glänzt, sind ein paar Nummern zu klein für Lena Meyer-Landrut, die gerade ihr erstes Konzert so gegeben hatte, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan – und doch ihr Zuhause erst zu erkunden begonnen hatte. Jemandem mit solcher Spielfreude, solcher Souveränität, solcher Präsenz, die noch in die hintersten Ränge strahlt, gebührt die große Bühne und die ganze Nacht und sonst nichts. Bei aller Unterstützung, die Lena von ihrer Crew und ihrer Band unter der Leitung des großartigen Andreas Grimm bekam – es war die beste, die sie sich wünschen konnte –, sie war es, auf die sich in diesen zwei Stunden die Blicke richteten, die durch den Abend führen und mit dem Publikum interagieren musste. <em>Sie</em> war die Zeremonienmeisterin. Und meine Nervosität nicht mal mehr blasse Erinnerung.</p>
<p>***</p>
<p>2010 war, an „Siegen“ gemessen, das Jahr der Superlative. Aber man schmälert Lenas Leistung in ihrem ersten Jahr nicht im Geringsten, wenn man feststellt, dass es das Jahr 2011 war, in dem sie fast Unmögliches vollbrachte. In dreieinhalb Monaten, von Ende Januar bis Mitte Mai, absolvierte sie mit (fast immer) leichthändiger Professionalität und ansteckender Begeisterung einen Parcours, der selbst langjährige Profis ins Schwitzen gebracht hätte: drei Konzertabende im Fernsehen zur Prime-Time, eine Tournee vor 70.000 Zuschauern, dann – in der Doppelrolle als Teilnehmerin und Gastgeberin – die ESC-Woche, der sie mit ihren Final-Auftritten bei der Eröffnung und im Wettbewerb ein Leuchtfeuer und einen im Dunkeln glitzernden Diamanten schenkte, dazu unzählige Interviews, Fernsehauftritte und weitere Termine – und dies alles im permanenten Kreuzfeuer der Kritik. Auch daran darf man erinnern, um Lenas ungeheure Leistung zu würdigen – in ihrer sich im Überschall vollziehenden Karriere hat sie auch die unschönen Seiten des Geschäfts sehr schnell und sehr heftig erfahren müssen.</p>
<p>Mir scheint es überflüssig, noch einmal alle Stationen dieses Jahres Revue passieren zu lassen. Jeder, der diesen Artikel liest, kennt sie. Jeder hat miterlebt, wie das Lenaversum seine fröhliche Expansion unbeirrt fortsetzte und die Welt eine elementare Wahrheit erfuhr: Konzertbühnen ohne Lena sind zwar möglich, aber sinnlos. Und wer während der Tournee zu Gast im Fan-Forum war, wurde Zeuge einer unvergleichlichen Stimmung; aufgekratzt, glückselig und verrückt, und verliebt über alle 8.000 Ohren. Videos wurden hochgeladen und ausgetauscht, Stimm- und Stimmungsnuancen verglichen, Ansagen interpretiert, Berichte geschrieben, mal lyrisch, mal analytisch, mal hoffnungslos <em>verwubbt</em>: Die Fan-Gemeinschaft kannte wenig Schlaf in den drei Wochen, doch dafür Liebe im Übermaß. Und das mit Herzluftballons und Freudentränen überschwemmte Kölner Konzertfinale war zugleich krönender Abschluss und gültiges Symbol dieser drei Wochen. Was hier entstanden ist, ist so schnell nicht mehr zerstörbar. Und dies scheint mir ein Kern dieses, des zweiten Lena-Jahres zu sein.</p>
<p>Hypes kommen und gehen. Und jetzt, Ende 2011, kann man wohl sagen, dass der Lena-Hype wirklich vorbei ist und zumindest in dieser Form nicht mehr wiederkommen wird. Aber wo im Normalfall, vor allem im Casting-Normalfall, die Fanbase mit dem Hype zusammenbricht, da ist Lenas Fanbase davon rein gar nichts anzumerken. Mein erster Eindruck vom Juni 2010 wurde aufs Schönste bestätigt und bekräftigt: <strong>Ich fühlte mich unter den Lena-Fans nie im Zentrum des Hypes</strong>. Ein ganzes Land im Lena-Fieber, und mittendrin die Fan-Gemeinschaft als innerster Zirkel, der von den Rändern her zerfressen zu werden droht, wenn der große Kreis zusammenschrumpft? Nein, so war es nie. Weil Lena eben Lena ist, zieht sie andere Menschen in ihren Bann als Erfolgsfans und Mitläufer. Der Fan-Raum war immer außerhalb des mit Jubelmassen vollgestopften großen Saals, ein schöner eingerichtetes Nebenzimmer, näher an Lena und bewohnt von Leuten, die zwar keinen Zweifel daran hatten, dass niemand als Lena den großen Saal vollgekriegt hätte, die sich über die verrückten Auswüchse drüben auch freuten und mitmachten – und deren eigene Begeisterung davon doch unberührt ist, unmittelbarer und inniger. Die in diesem Zimmer sind, sind hier, weil sie Lena in ihr Herz geschlossen haben. Auch deswegen trägt das Kölner Finale nicht die Spur von Kitsch in sich, sondern sagt schlicht die Wahrheit.</p>
<p>Wenn es je Grund zum Zweifel an diesem Eindruck gab, wurde er in der zweiten Jahreshälfte 2011 zerstäubt – in der Lena in der Öffentlichkeit fast nicht stattfand, ihr betörend schön gesungener Song „What a Man“ kaum Airplay hatte und auch die Teilnahme an diversen Preisverleihungen kaum mehr als ein leises Rascheln im Blätterwald verursachte. Die Euphorie unter ihren Fans hielt indes unbeirrt an. Sie erreichte, auch befeuert durch Lenas erste persönliche Videobotschaften, sogar wieder neue Höhen. Und wenn ihre Unterstützer im wochenlangen Votingfieber dazu beitrugen, Lena bei den EMA-Awards zum besten deutschen, zum besten europäischen und fast zum Best World Wide Act zu küren, dann nicht, weil sie der Welt beweisen wollten, dass Lena die beste ist. Sondern weil sie ihre Wahl längst getroffen haben. Und weil es Freude bereitet, Lena etwas zurückzuschenken.</p>
<p>***</p>
<p>In diesen Tagen erscheinen in den großen Musikmagazinen die Jahreslisten mit den besten Künstlern, den besten Alben, den besten Songs und den besten Konzerten. Lena sucht man dort vergeblich. Bei denen, die die Deutungshoheit über Popmusik beanspruchen, spielt sie nach wie vor keine Rolle. Die im Nebenzimmer ficht das nicht an; sie haben allen Grund zur gelassenen Vorfreude auf das nächste Jahr. Sie kennen Lenas bisheriges Werk in- und auswendig, sie haben jeden Schritt ihrer unwahrscheinlichen Entwicklung verfolgt, sie wissen, mit wem sie es zu tun haben.</p>
<p>2012 wird ein neuer Star für den ESC gesucht werden, dem, wer immer es sein mag, jeder Erfolg der Welt zu wünschen ist. 2012 werden abermals unzählige neue Gesichter in unzähligen Castingshows zu den Sternen geschossen und wieder vergessen werden. 2012 werden die Musikdeutungsbeamten abermals nie gesehene Phänomene, neue Sensationen, letztgültige Definitionen des zeitgenössischen Pop zu finden und zu beschreiben suchen. Und 2012 wird Lena ein neues Album veröffentlichen und wieder auf Tour gehen. Was passieren wird, wird gut sein. (Die Größe des Zimmers ist flexibel, für viele ist noch Platz.) Ich bin nicht mehr nervös. Und Lena wird besser sein als je zuvor.<br />
<em><br />
<em>***</em></em></p>
<p><em>Nachsatz:</em> Die meisten der unzähligen Lena-Interviews 2011 stehen völlig zu Unrecht im Windschatten des zum Skandälchen aufgebauschten Termins mit Frank Elstner, der dem stetig anwachsenden Lena-Zitateschatz mit „Danke, Handwerker“ immerhin einen Evergreen hinzufügte. Am 8.4. traf Lena in der NDR-Talkshow auf die 65-jährige Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin Eveline Hall, und es war einer jener magischen Momente, in denen man spürte, hier treffen zwei Menschen aufeinander, die sich ansehen und einander sofort begreifen. Nachdem Frau Hall Lena in den höchsten Tönen gelobt hatte, schenkte diese ihr ein Kompliment zurück (wobei „Kompliment“ vielleicht nicht das richtige Wort ist, wenn ein Mensch einem anderen aus einer impulshaften Erkenntnis heraus spontan seine Wertschätzung ausdrückt). Lena widersprach Eveline Hall, als diese meinte, sie könne in ihrem Alter mit der Schönheit der Jugend nicht mehr mithalten, und sagte: „Ich finde, man ist schön, wenn – wenn der Mensch einfach schön ist. Es kommt darauf an, wie der Mensch ist, und dann ist man schön. Und ich finde […], Sie strahlen eine wahnsinnige Freiheit und Gelassenheit aus, und das find‘ ich ganz toll.“ Genau so ist es, Lena. Nimm diese Worte ruhig an. (Das „Sie“ lassen wir mal weg.)</p>
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		<title>Das L-Wort</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 01:50:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jupp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das L-Wort Eine Erklärung &#160; Eine Nacht. Eine Halle, die ein verkleidetes Stadion ist. In ihr der offene Wahnsinn. Eine lichtgewitternde Videoleinwand von der Höhe eines Mietshauses, wie außer Kontrolle um sich selbst kreisende Scheinwerferbatterien, Trockeneiskanonen, sechsunddreißigtausend entfesselte Menschen, die einen Höllenlärm machen, ein unüberschaubares Gewusel tanzender Fahnenschwenkerinnen auf einer gigantischen Bühne. Das Ganze wirkt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das L-Wort</strong></p>
<p><strong>Eine Erklärung</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Eine Nacht. Eine Halle, die ein verkleidetes Stadion ist. In ihr der offene Wahnsinn. Eine lichtgewitternde Videoleinwand von der Höhe eines Mietshauses, wie außer Kontrolle um sich selbst kreisende Scheinwerferbatterien, Trockeneiskanonen, sechsunddreißigtausend entfesselte Menschen, die einen Höllenlärm machen, ein unüberschaubares Gewusel tanzender Fahnenschwenkerinnen auf einer gigantischen Bühne. Das Ganze wirkt, als hätte man einen beträchtlichen Teil des Karnevals in Rio auf einen Weltraumbahnhof gebeamt, kurz nachdem anarchistische Rebellen die Steuerung der Laserbatterien gehackt haben. Und da, in der Mitte dieses tosenden Deliriums, kommt eine schwitzende, am Rande der Überdrehung knüppelnde Rockabillykapelle aus der Kurve und stürzt sich in die letzte Bridge, als ginge es um ihr Leben. Der Sänger ist am Anschlag, der walking bass tritt ihm in den Arsch, und die Bläser schießen goldfunkelnde Pfeile in seinen Rücken – jetzt, jetzt hat er es geschafft, „there’s no escape“, ein letzter blechschmetternder Dominantseptakkord und – </em><span id="more-397"></span></p>
<p><em>In dieser Sekunde geht das Licht aus und stürzt die Halle ins Dunkel. Nacht.</em></p>
<p><em>Doch nicht ganz. Ein einziger Scheinwerferstrahl durchschneidet das Dunkel, weist uns die Richtung, staubwirbelnd, lichtdampfend, und wie an einer Seilbahn gleiten die Blicke an ihm entlang.</em></p>
<p>Licht an.</p>
<p><em>In dem kleinen bläulich weißen Kreis, den der Lichtfinger auf den Bühnenboden malt, steht eine schmale, zierliche Gestalt.</em></p>
<p>Mädchen da.</p>
<p><em>Sechsunddreißigtausend Kehlen entfährt ein Orkan, der den bisherigen Lärm zur Stille degradiert. Sechsunddreißigtausend Herzen schlagen ihr im Takt entgegen.</em></p>
<p>Dies ist Lenas Nacht.</p>
<p>***</p>
<p><em>Licht an – Mädchen da.</em> Der von Peter Urban für einen Dokumentarfilm gesprochene Satz diente ursprünglich dazu, die Professionalität der frischgebackenen Berühmtheit Lena Meyer-Landrut in die Form eines griffigen Slogans zu gießen. Aber ich habe ihn immer anders verstanden. Er klingt leicht nach „Licht an – Maske auf“, und das ist nicht, was in Lenas Nächten geschieht. Zwar flammen in Lenas Nächten die Bühnenlichter auf. Die Bühnen sind klein oder groß und das Publikum besteht aus dreißig Vögeln oder aus hundertzwanzig Millionen. Aber was sich in diesem Licht zeigt, was <em>da</em> ist, ist nicht eine Maske und auch nicht eine professionelle Unterhaltungskünstlerin. Jedenfalls nicht nur. Da ist tatsächlich „das Mädchen“ – der Mensch Lena Meyer-Landrut. Und das ist und bleibt das Wunder. (Denn wir urbanen Popkultur-Typen wissen natürlich, dass es so etwas eigentlich nicht gibt.) Doch in Lenas Nächten geschieht es, dass die perfekte Darbietung der Bühnenkünstlerin gleichsam transparent wird und für einen kostbaren Moment <em>Lena </em>hindurchscheint – in einem glucksenden Lachen über den eigenen Spaß am Auftritt, einem nicht überspielten Moment der Sprachlosigkeit oder der versagenden Stimme, einem halb verborgenen, schüchternen Lächeln, das sagt: „Meint ihr wirklich mich?“ Manche Kommentatoren zogen daraus den Schluss, Lenas Wirkung beruhe auf einer Schwäche, auf ihrer vermeintlichen Unprofessionalität, und werde sich mit dieser zusammen verflüchtigen. Das war ein Irrtum. Denn Lenas Nächte sind nicht das Resultat von Schwäche, sondern einer immer wieder fassungslos machenden Stärke: der Stärke, <em>trotz</em> aller Professionalität solche unplanbaren, ereignishaften Momente der Durchsichtigkeit geschehen zu lassen, wenn sie kommen, ohne jede Angst.</p>
<p><em>Eine frühere Nacht. Eine andere Halle. Eine perfekt choreographierte Inszenierung steht kurz vor ihrem Höhepunkt. Achtzehntausend feiernde Menschen, Fanfaren, Sprechchöre, Konfetti und Hunderte wie ein Sternenhimmel funkelnde Scheinwerfer. Ein mit der drohenden Überwältigung kämpfendes Mädchen steigt unsicher eine Treppe hinunter und wird von der frenetisch tobenden Menge empfangen. Ihre Hand kann sich nicht entscheiden, ob sie ihr Gesicht oder ihren Magen schützend umschließen soll. Von vorne überreicht man ihr mit allerlei Faxen und Küssen eine Trophäe, von hinten wird sie verkabelt, von links und rechts durch Moderatoren in die Zange genommen. Dies ist der unwahrscheinlichste Ort der Welt für einen Moment der Innerlichkeit, aber für eine Sekunde fängt die Kamera ihr Gesicht ein: Sie ist ganz bei sich. „Lena, congratulations. Any words to describe this moment?“ Sie dreht den Kopf, sieht den Fragenden an, als bemerke sie ihn zum ersten Mal, versucht zu antworten. „It’s just…“ – sie zögert, lässt den Blick schweifen über die Menge, als bemerke sie auch diese zum ersten Mal, sammelt sich – „ähm&#8230;“, ein leises Lachen über die eigene Fassungslosigkeit, ein Augenaufschlag, Pause. Und dann, in die Menge hinein, doch so, als offenbare sie sich einem heimlich Angehimmelten, ein beinahe schüchternes, vollkommen entwaffnendes: „Hi!“ Achtzehntausend Herzen schlagen Purzelbäume.</em></p>
<p>Licht an, Mädchen da: Lena zeigt <em>sich</em>, wenn sie sich zeigt. So zeigt sie sich. Und deshalb lieben die Menschen sie. Ja, lieben. Es gibt keinen Grund, an der Benutzung dieses Wortes Anstoß zu nehmen. Ich spreche von der allgemeinsten Form des Liebens, die nicht nur der Liebe zwischen Liebenden, sondern auch zwischen Geschwistern, Freunden, Eltern und Kindern gemeinsam ist. Lieben in diesem allgemeinsten Sinne heißt nichts weiter, als das Glück eines anderen Menschen um dessen selbst willen als Bedingung des eigenen Glücks zu empfinden. Dass dies um jenes Menschen selbst willen geschieht, heißt zunächst: ohne Blick auf eigenen Vorteil und Profit; es heißt aber auch: ohne Blick auf des anderen Vermögen und Verdienst. Letzteres ist schwer zu verstehen, aber es ist so. Die Liebe richtet sich auf einen Menschen <em>direkt</em>, einfach als das Du, das er ist, ohne Aufrechnung seiner guten gegen seine schlechten Eigenschaften. Häufig schlägt sie zu, bevor man auch nur die Chance gehabt hätte herauszufinden, welches die Eigenschaften dieses Du überhaupt sind. Warum von allen Menschen auf der Welt ausgerechnet dieser eine? Weiß man die Antwort? Muss man das wissen?</p>
<p><em>Die erste Nacht – und das erste Lied einer langen Reise. Licht an: ein Mädchen in einem grauen Kleid, ein staksiger Gang, ein nervöses Winken, ein tiefes Atemholen. Musik an: ein Urknall, eine Eruption, eine Verwandlung. Ein Singen, Flüstern, Knurren und Jubilieren, ein Wirbeln, Flirten, Springen und Kokettieren. (Derweil im Vordergrund: ein Fingerschnipsen, Kopfnicken, Pfeifen.) Musik aus, Licht an: wie aus einem anderen Film langsam aufgeblendet, ein Mädchen in einem grauen Kleid, das vor Glück und Erleichterung bebt, zittert und jubelt. Und mit seinen Händen ein Herz formt.</em></p>
<p>Es ist kein Wunder, dass das L-Wort bereits in dieser ersten von Lenas Nächten fiel, in einem heute als prophetisch geltenden Satz. Die Schneise, die dieser magische Auftritt wie ein Komet beim Aufprall auf die Erde durch den Dschungel des Internets gebrannt hat, ist noch heute gut sichtbar. Der Tenor der zahllosen spontanen Beiträge jener Nacht in Internet-Foren und Kommentarspalten bewahrheitete den prophetischen Satz, noch bevor er zu Ende gesprochen war: <em>Sie ist es.</em> <em>Hört auf zu suchen.</em> Aus der Sicht derjenigen, für die einfach alles, sogar die Liebe, Gegenstand eines Wettbewerbs sein muss (ich nenne sie <em>die Wettbewerbshüter</em>), war das irrational: Es hätte ja noch etwas Besseres kommen können! Aber die Liebe wählt nicht den Sieger eines Vergleichs, sondern sie zersprengt das Vergleichen als solches. Wäre es anders, so wäre sie durch den Tatbestand aus der Ruhe zu bringen, dass es objektiv betrachtet <em>immer</em> Menschen gibt, welche in dem fraglichen Vergleich noch besser abschneiden würden. Doch wer liebt, ist nicht interessiert an einem vergleichbaren Modell mit genauso guten, auch nicht an dem Nachfolgemodell mit verbesserten Eigenschaften. Die Liebe sondert einen Menschen vor allen anderen aus, und was sie ihm verspricht, ist genau dies: dass er sich keinem Vergleich mehr stellen muss.</p>
<p><em>Die letzte Nacht und das letzte Lied einer Tour. Ein Konzert auf seinem Höhepunkt, aber gleichzeitig ist es keins mehr. Die selig lächelnde Band hält den Takt, aber sie müsste nicht mehr spielen. Das euphorische Publikum überschüttet die Bühne mit Liebe und Dankbarkeit, aber es müsste nicht mehr klatschen. Eine Sängerin, der Tränen des Glücks über die Wangen strömen, versucht noch eine Strophe herauszubringen, doch sie vermag es nicht mehr. Aber das macht nichts. Hier geht es längst nicht mehr um Vermögen und Verdienst, und sie weiß das. Sie könnten jetzt auch alle miteinander schweigen. Elftausend Herzen, und vierhundert, und ihres.</em></p>
<p>Der Satz, auf den alle diese Worte eigentlich zulaufen, lautet: <em>Lena ist</em> <em>unvergleichlich</em>. Und damit meine ich nicht, dass sie jeden Vergleich siegreich besteht. Gerade nicht. Genau das nicht. Sondern ich meine: <em>Sie</em> <em>ist</em> <em>nicht zu vergleichen</em>. Und zwar in dem Sinne, in dem wir von dem, was uns am Herzen liegt, sagen: Es ist nicht zu verkaufen. Das bedeutet: Es steht nicht zum Verkauf. Es ist dieser Praxis entzogen. In diesem Sinne steht Lena nicht zum Vergleich. Von LML zu sagen, sie sei unvergleichlich, heißt deshalb nicht, zu behaupten, dass sie die Beste sei – die Beste im Wettbewerb mit den anderen. <em>Unvergleichlich ist kein Superlativ</em>. Diese Einsicht fest ins Auge zu fassen, bedeutet völlige Immunität gegen die Angriffe der Wettbewerbshüter zu erlangen. <em>Weder</em> irritiert mich deren unermüdlich wiederholte Einrede, Lena sei nicht die Beste (in Sachen ausgebildeter Stimme, Singlehits, Plattenverkäufe, Chartswochen, Votingclicks und was noch alles). <em>Noch</em> fühle ich mich aufgefordert, ihnen nun meinerseits zu demonstrieren, dass Lena eben doch zu den Besten zähle, etwa was stimmliche Expressivität, Interpretationsgabe und Ähnliches angeht. Obwohl das wahr ist, ist es für mich unerheblich. Denn es erklärt ja wiederum nicht, wieso denn kein anderer von den Besten in diesen Disziplinen mir das bedeutet, was mir Lena bedeutet. Lena ist zu schade für Superlative, zumal für fragwürdige.</p>
<p>Will ich damit bestreiten, dass Lena wunderbar singt, eine fantastische Interpretin und ein in jeder Hinsicht schöner Mensch ist, und dass alle diese Eigenschaften wesentlich dafür waren, dass sie überhaupt ihren Weg auf die Bühne finden konnte und deshalb für uns <em>da</em> sein kann? Das sei ferne. Vielleicht kann man es so sagen: Lenas wundervolle Eigenschaften sind der kontingente Anlass der Liebe zu ihr – aber nicht ihr wesentlicher Inhalt. Sie sind, weshalb wir Lena lieben lernen konnten, aber nicht, was wir lieben. Dieses Was ist schlicht: sie selbst. In einer von Lenas Nächten bekannte sich die USFO-Jury einmal sinngemäß zu der Aussage, in ihren Augen könne Lena nichts falsch machen, selbst wenn sie etwas falsch mache. Fragwürdig wäre diese Aussage als Urteil von zum objektiven Vergleich verpflichteten Juroren, und so ist sie damals von den Wettbewerbshütern auch mit Wutgeheul quittiert worden. In Wahrheit formulierte sie die Abdankung der Jury in Form einer Liebeserklärung: eines Bekenntnisses zu Lenas Unvergleichlichkeit.</p>
<p>***</p>
<p><em>Eine neue Nacht. Ein Mädchen wacht auf, reibt sich die Augen und hat das Gefühl, dass es mindestens die letzten zwei Tage seines Lebens verschlafen hat. Ihr ist kalt, aber der Blick auf die Uhr vertreibt den Impuls, liegen zu bleiben. Sie würde gerne weiterschlafen, um nachzudenken, aber sie weiß, sie muss los. Der Kleiderschrank ist unaufgeräumt und so zerrt sie bloß die nächstbeste Jeans und ein halbwegs sauberes T-Shirt hervor, steigt in ihre brandneuen Sneakers, öffnet die Tür und tritt hinaus, hinter die Bühne, von wo aus sie die Halle sehen kann. Sie ist schockiert über das, was sie sieht. Wo alle diese strahlenden Menschen hergekommen sind, kann sie sich nicht so richtig erklären, und sie weiß auch immer noch nicht genau, was sie davon halten soll. Sie weiß nur, sie trägt ihre neuen Schuhe, und obwohl dies alles furchtbar verwirrend ist und es vielleicht immer bleiben wird, fühlt es sich richtig an.</em></p>
<p>Weiß sie, dass sie nichts falsch machen kann?</p>
<p><em>Sie holt tief Luft und greift entschlossen nach dem Mikrofon. Keine Angst. Die Bühnenlichter flammen auf. Tausende Herzen schlagen ihr im Takt entgegen und wollen mitgenommen werden:</em></p>
<p><em>Take us wandering! – through these streets, where</em></p>
<p>Sie kann nichts falsch machen. Dies ist Lenas Nacht.</p>
<p><em>bright lights</em></p>
<p>Licht an</p>
<p><em>and angels</em></p>
<p>Lena</p>
<p><em>meet</em></p>
<p>da</p>
<p>*</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zauberhaftes Charisma. Über den Versuch, nach den Sternen zu greifen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 18:29:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flash-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Die wissenschaftliche Annäherung an Popkultur und Popmusik steckt, über ein halbes Jahrhundert nach deren Anfängen, immer noch in den Kinderschuhen und muss sich ihren Platz im akademischen Gefüge nach wie vor gegen belächelnde Herablassung erkämpfen. Besonders trübe sieht es mit der Analyse dessen aus, was den mentalitären Kern des Pop ausmacht: nämlich die affektive Identifikation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die wissenschaftliche Annäherung an Popkultur und Popmusik steckt, über ein halbes Jahrhundert nach deren Anfängen, immer noch in den Kinderschuhen und muss sich ihren Platz im akademischen Gefüge nach wie vor gegen belächelnde Herablassung erkämpfen. Besonders trübe sieht es mit der Analyse dessen aus, was den mentalitären Kern des Pop ausmacht: nämlich die affektive Identifikation mit sowie die Bewunderung für Stars.</p>
<p>Ein weithin anzutreffender, nichtsdestoweniger unzutreffender Konsens über Popstars lautet, dass sie mehr oder weniger beliebig durch die Massenmedien (re-)produzierbar seien. Jana Elzner widerlegt in ihrer Arbeit „Faszination Star. Das Phänomen der Lena Meyer-Landrut“ mit beeindruckender argumentativer Stringenz diese Ansicht, die sich hauptsächlich aus der oberflächlichen Betrachtung kurzlebiger Hypes speist, welche durch inflationär hervorsprießende Casting-Shows erzeugt werden. Elzner argumentiert, dass die Massenmedien dem Publikum lediglich ein Angebot an „Star-Entwürfe[n]“ (S.16) unterbreiten können; ob es diese auch als Stars akzeptiert, bleibt seine Entscheidung und hängt wesentlich von bestimmten Kerneigenschaften des jeweiligen Stars in spe ab.<span id="more-387"></span></p>
<p>Diese erwünschten Kerneigenschaften stehen notwendigerweise in enger Relation zur psychosozialen Verfasstheit des Publikums. Gegenwärtig ist diese der Autorin zufolge durch „Individualisierung und Pluralisierung unserer Gesellschaft [geprägt]. Der Trend hin zu einer ausschließlich individuellen Lebensführung macht das ‚individuelle Selbst’ (Sommer) jedes einzelnen zum Fokus seines sozialen Handelns. [...] Individuen sind somit darauf angewiesen, ihre einzigartige Persönlichkeit zu konstruieren, zu etablieren und zu demonstrieren, um eine gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Die zunehmende Orientierungslosigkeit durch die entstandene Vielfalt an Lebensmodellen und Möglichkeiten erschwer[t] dem Individuum den Zugang zur Richtung und [zum] Typus seiner Individualität. Die Suche der Menschen innerhalb moderner Gesellschaften nach Orientierungsmustern, sinn- und identitätsstiftenden Elementen ist dadurch ebenso gestiegen wie der daraus resultierende Bedarf an Vorbildern.“ (S.12 f.)</p>
<p>Als Vorbilder wie auch als Idole und Stars kommen laut Elzner Menschen in Frage, die jeweils individuell als überlegen empfunden werden. Doch worauf bezieht sich diese Überlegenheit? Die Autorin sieht deren Grundlagen weniger in für die Gegenwart spezifischen Fertigkeiten, sondern mehr in Eigenschaften, die als anthropologische Konstanten aufzufassen sind. Im Rückgriff auf die vormoderne Menschheitsgeschichte schreibt sie: „Zu den Merkmalen menschlicher Gruppierungen gehört seit jeher, dass sich in ihnen Menschen mit einem besonderen Ansehen bilden, Menschen, ‚die neben dem Dunkeln der Anderen’ (Ludes) hervorleuchten. [...] Immer waren es Menschen, die das Durchschnittliche, die dominante Regelmäßigkeit der Gruppe durchbrachen.“ (S.8 f.) Im Idealfall wird dabei gleichzeitig mit der Bewunderung des Außergewöhnlichen die Identifikation mit dem „Normalen“ am Star-Menschen erreicht, die es dem Bewunderer ermöglicht, sich selbst im Star wieder zu erkennen.</p>
<p>Inwieweit diese Akzeptanz des Stars Lena gelingt, zeigt die Autorin im empirischen Teil ihrer Arbeit, für den sie eine Online-Umfrage im Lenaisten-Forum durchgeführt hat. Dabei zeigt sich, dass Lena für ihr Publikum sämtliche Star-Kriterien erfüllt, die im theoretischen Teil erörtert worden sind. Das beginnt mit der äußeren Beschreibung Lenas, bei der „eine überdurchschnittliche Bewertung ihres Aussehens durch die Befragten gezeigt werden [kann]“ (S.33), setzt sich fort über die Zuschreibung künstlerischer Eigenschaften (S.34 f.), bei der bereits superlativische Begriffe vor allem für ihre „’performerischen’ Fähigkeiten“ gebraucht werden, und gipfelt in der Beschreibung der charismatischen Wirkung Lenas (S.35 f.), bei der der Tonfall der Teilnehmer vollends hymnisch gerät. „Ein 33-jähriger User beschreibt die charismatische Wirkung Lenas mit folgenden Worten: ‚Lena ist eine überaus charismatische und humorvolle Künstlerin, die – auf geradezu virtuose Weise intuitiv – mit der Schönheit der Welt spielt. Ihr Bühnenspiel ist reine verspielte Ästhetik, die sich aus Lenas verzauberndem Wesen selbst speist.’“</p>
<p>Diesem „Überwältigende[n], Unerklärliche[n] und Geheimnisvolle[n]“ (S.36) gegenüber steht die Zuschreibung von persönlichen Eigenschaften (S.34), die gerade nicht idealisiert erscheinen. Zuschreibungen wie „sympathisch, lustig, klug, liebenswert, intelligent, fröhlich, verrückt, respektvoll, normal, selbstbewusst, herzlich, warm, frech, ehrlich, sexy, cool, spontan, unkompliziert, gelassen, bodenständig, engagiert, intuitiv, prinzipientreu etc.“ weisen Elzner zufolge eher darauf hin, „dass die Teilnehmer den Star Lena innerhalb ihrer personalen Erscheinung als eine von ihnen betrachten. Durch die Zuschreibung gewöhnlicher Eigenschaften, mit denen eine Vielzahl von Menschen umschrieben werden können, wird deutlich, dass die Teilnehmer menschliche Eigenschaften in ihrem ‚Star-Objekt’ wieder erkennen, mit denen sie sich selbst identifizieren können.“ Diese geradezu idealtypische Übereinstimmung der Wahrnehmung Lenas durch ihr Publikum mit den von Elzner erarbeiteten Star-Kategorien spiegelt sich denn auch im Ergebnis der Schlussfrage, ob Lena ein Star sei: 87 % der Befragten bejahen dies. (S.43)</p>
<p>Die Zuschreibungen des Publikums, die Lena als Vorbild konstituieren, kommen ebenfalls deutlich zum Ausdruck. Wie bereits angesprochen, handelt es sich dabei nicht um Eigenschaften bzw. Fähigkeiten, die für die kapitalistische Gesellschaft der Spät- bzw. Postmoderne spezifisch sind, sondern um allgemein menschliche Tugenden; besonders häufig wurden Selbstbewusstsein, Optimismus bzw. positive Lebenseinstellung, Mut bzw. Furchtlosigkeit sowie Gelassenheit genannt (S.39). „Die Antworten der Teilnehmer machen deutlich, dass die scheinbaren, medial vermittelten persönlichen Eigenschaften der Starfigur Lena den Nutzern als Vorbildfunktionen dienen. So bietet die Verkörperung der persönlichen Rolle des Stars seinen Rezipienten Orientierungshilfen innerhalb ihres sozialen Handelns. [...] Tendenziell ist zu sagen, dass die Wünsche der Teilnehmer &#8230; sich eher auf die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit beziehen.“ (S.40) Daher resümiert Elzner, dass Lena „für viele der Befragten zu einem ‚Hoffnungsträger’ für das Erreichen der eigenen Ziele und der Verwirklichung individueller Ideale [wird]“; und dass „Stars mit ihrem Potential Menschen zu ‚verzaubern’ &#8230; uns als alltägliche Orientierungshilfen dienen und dem Individuum einen Zugang zur Richtung seiner Individualität verschaffen. So haben wir ‚die Sterne immer gebraucht, um unseren Weg zu finden. Wir brauchen Popstars zur Navigation’ (Bloom).“ (S.45)</p>
<p>Gerade weil „das Starphänomen in Teilen der Wissenschaft häufig als substanzlos gilt und belächelt wird“ (S.45), kann Elzners Arbeit als verdienst- und wertvoll betrachtet werden. Sie bietet eine schlüssige und argumentativ konsistente Erklärung dafür, warum Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildungsstand sich vom Charisma und von der Persönlichkeit eines Stars „verzaubern“ lassen. (Die Teilnehmer an der Umfrage waren zwischen 13 und 67 Jahre alt, und die geschlechtliche Verteilung war 79 % männlich zu 21 % weiblich; siehe S.29 f.) Es bleibt zu wünschen, dass Elzners Beitrag Anstoß und Ansporn ist, um dieses Themenfeld wissenschaftlich zu vertiefen; eine Bachelorarbeit von 50 Seiten Umfang sollte nicht das letzte Wort dazu bleiben.</p>
<p>Jana Elzner: Faszination Star. Das Phänomen der Lena Meyer-Landrut. Bachelorarbeit. Siegen 2010. ISBN 978-3-640-83213-2</p>
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		<title>Aus tiefster Seele</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 09:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helicopter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flash-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus tiefster Seele Von der Rettung eines Songs von gauloises und Tall Blonde Helicopter Die Jahre meinten es nicht gut mit ihm. Zu Anfang, 1968, ein bescheidener Erfolg zwar, der aber paradoxerweise das Karriereende einer ins Visier des rassistischen Kapuzenmobs geratenen weißen Sängerin bedeutete, die sich in ihren musikalischen Vorlieben als &#8220;nigger lover&#8221; entpuppt hatte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aus tiefster Seele</strong><br />
Von der Rettung eines Songs</p>
<p><em>von gauloises und Tall Blonde Helicopter</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Die Jahre meinten es nicht gut mit ihm. Zu Anfang, 1968, ein bescheidener Erfolg zwar, der aber paradoxerweise das Karriereende einer ins Visier des rassistischen Kapuzenmobs geratenen weißen Sängerin bedeutete, die sich in ihren musikalischen Vorlieben als <em>&#8220;nigger lover&#8221; </em> entpuppt hatte. Dann immerhin fester Bestandteil des in Stax-Traditionen verhafteten Soul-Kanons. In den Neunzigern schließlich von der recyclingsüchtigen Hip-Hop-Industrie zum massenverträglichen Hit gesampelt – was jedoch wiederum negative Folgen nach sich zog, diesmal allerdings nur für ihn selbst. Die Verdammnis ewiger Abnudelung, so möchte man den hohen Preis nennen, den er für die aus Top-Ten-Positionen beidseits des Atlantiks resultierende Popularität zu zahlen hatte. Zuletzt fristete er in immer hinfälligeren Existenzen ein ebenso trost- wie hoffnungsloses Schattendasein in den Fängen seelenloser Alleinunterhalter und schmerbäuchiger Allzweckkapellen, als Hymne auf den Bräutigam in Wirtshaussälen und Auftrittsfanfare für John-Holmes-Gedächtnis-Stripper in den Wochenendshows defizitärer Landdiscos.</p>
<p>Es brauchte die Souveränität eines musikalischen Charakterkopfs wie Lena Meyer-Landrut, um dem fast Verblichenen neuen Odem einzuhauchen. <span id="more-352"></span>Mit der Entscheidung, Linda Lyndells Soul-Klassiker “What A Man”, der aller Welt als das 25 Jahre jüngere Rap-R’n’B-Kombi-Cover “Whatta Man” von Salt’N’Pepa und En Vogue bekannt ist, als Titelsong für Matthias Schweighöfers Regiedebüt aufzunehmen und als neue, am 2. September erscheinende Single herauszubringen, glückt der Sängerin nach dem Ende ihrer ESC-Phase und einer Verschnaufpause die nicht laut genug zu preisende Rettungstat, dieses feine kleine Werk von den bislang unentrinnbar anmutenden Banden eines 08/15-Coversongs zu befreien.</p>
<p>Staunend werden wir Zeugen, wie die instinktivste Künstlerin, die das Pop-Business hierzulande je hervorgebracht hat, im Verlauf von drei Minuten die Stilrichtung des Soul zu ihrem ureigenen Terrain erklärt. Das, was Lena schon immer hatte – einen ungeheuren Reichtum an stimmlicher Variabilität –, überführt sie endgültig in eine Kunstform, die selbst eingefleischte Fans ungläubig vor den Lautsprechern verharren lässt. Sie interpretiert den Text nicht einfach, sie umgarnt ihn, sie flirtet und tanzt mit jedem einzelnen Buchstaben von ihm; rauchig und säuselnd zugleich, lieblich und fauchend, en passant und mittendrin, lasziv und verspielt und sexy as hell.</p>
<p>Hervorzuheben ist das Vermögen dieser Sängerin, selbst einzelne Worte so zu intonieren, dass daraus famose Ereignisse werden. Wie sie bei <em>&#8220;Make me do the James Brown&#8221;</em> den Vornamen des Godfather of Soul zelebriert, dürfte bei der Aufnahme wohl dazu geführt haben, dass dieser entzückt vom Himmel herunterschaute. Das <em>&#8220;kills&#8221;</em> in <em>&#8220;He thrills me, kills me&#8221;</em> ist eine einzige Kapitulationserklärung; und nach <em>&#8220;Back up and do the tighten up&#8221;</em> wird ein <em>&#8220;Hah!&#8221;</em> herausgeschleudert, das verruchter nicht mehr sein könnte.</p>
<p>War dieser Song bisher ein Klassiker, wird er nun zur Versuchung. Obwohl die Erzählung von der Verführung der Protagonistin handelt, ist es der Zuhörer, der von der Sinnlichkeit des Vortrags verführt wird. Nie war Lena betörender.</p>
<p>Und nebenbei bemerkt: Eine junge Sängerin, der es auf so selbstverständliche Weise gelingt, die besten Erinnerungen an die geschmeidige Lässigkeit einer Rickie Lee Jones und die sanfte Hintergründigkeit einer Suzanne Vega wachzurufen, ohne sich auch nur eine Sekunde lang dem Ruch einer Imitatorin auszusetzen, macht als Interpretin alles richtig – und alles ganz eigen.</p>
<p>Wer Ohren hat zu hören, sollte spätestens jetzt aufhorchen. Das ist das Mindeste. Besser noch: sperrangelweit aufsperren. Und noch besser: die Single kaufen, kaufen, kaufen.</p>
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		<title>Das Sommerfest der Glücksgefühle</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 18:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vereins-News]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Fest fing schon am Freitag an, ich selbst kann aber erst ab Samstag Morgen berichten. Über den Freitagabend weiß ich nur, dass er dazu geführt hat, den Biervorrat neu zu kalkulieren, so dass wir noch ein Fass besorgen mussten. Aber bevor jetzt besorgte Eltern die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: die nicht volljährigen Teilnehmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_316" class="wp-caption alignright" style="width: 479px"><img class="size-full wp-image-316" title="Gruppenfoto Sommerfest Lenaisten e.V." src="http://www.lenaisten.de/files/2011/07/IMG_1624_thumb.jpg" alt="" width="469" height="165" /><p class="wp-caption-text">(c) Lenaisten e.V.</p></div>
<p>Unser Fest fing schon am Freitag an, ich selbst kann aber erst ab Samstag Morgen berichten. Über den Freitagabend weiß ich nur, dass er dazu geführt hat, den Biervorrat neu zu kalkulieren, so dass wir noch ein Fass besorgen mussten. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber bevor jetzt besorgte Eltern die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: die nicht volljährigen Teilnehmer (&#8220;nicht volljährig&#8221; klingt nicht so herabwürdigend wie &#8220;minderjährig&#8221;) waren ganz brav! Auch Paula, die Schäferhündin, war ganz brav (die macht nichts!). Leider hatte sie keine Spielkameraden &#8211; Fuzzi und Schnatz waren nicht gekommen. Insgesamt war es ein viel bunterer Haufen als bei der Gründungsversammlung (ihr erinnert euch an das &#8220;Gruppenbild mit Dame&#8221;), eine schöne Mischung aller Altersklassen und auch ein deutlich höherer Frauenanteil. Nord und Süd, Ost und West und sogar das benachbarte Ausland waren vertreten.<span id="more-312"></span></p>
<p>Aber zurück zum Samstagmorgen! Nachdem mein Navi bestritt, dass es Reichelsheim überhaupt gibt (das angebliche Bielefeld hingegen kennt es), musste ich klassisch nach Karte navigieren, was ich Dank meines hohen Alters noch gelernt habe. Am Friedhof war aber Endstation (wie das mit Friedhöfen so ist) und ich musste einen Einheimischen nach dem Weg fragen, wobei sich die Hessischkenntnisse aus meiner Kindheit als nützlich erwiesen. Schließlich fand ich das Vereinsheim. Nicht unser Vereinsheim, so weit sind wir noch nicht, aber das Vereinsheim eines Anglervereins, das wir für das Wochenende gemietet hatten. Das Gelände war genauso riesig, wie ich es mir auf Grund der Fotos vorgestellt hatte, mit einem schönen Fischteich drin. Vor dem Gebäude hatten unsere Leute ein Partyzelt aufgebaut und Biergartentische und -Bänke aufgestellt, wo eine muntere Schar am Frühstücken war. Zum Glück war noch etwas für mich übrig. Das Essenzielle (sagt man so?) war: es hat mich fit gemacht! Nach und nach trudelten weitere Leute ein, u.a. Berti mit Wohnmobil. So komfortabel hatte ich es nicht, ich habe auf einer Wiese neben dem Haus mein bescheidenes Zelt aufgebaut. Es standen schon einige da, eine richtige kleine Zeltstadt.</p>
<p>Es war eigentlich zu erwarten, wenn man gemütlich beisammen sitzt und spät frühstückt: der Gedanke, dass man auch irgendwann mit dem Kochen anfangen muss, kam spät auf. Fleißige Hände haben dann in der sehr gut ausgestatteten Küche lecker Spaghetti zubereitet. Danach musste natürlich noch aufgeräumt und gespült werden, so dass die anschließende Mitgliederversammlung mit etwa eineinhalbstündiger Verspätung begann. Aber wir hatten ja Zeit, anders als bei der Gründungsversammlung.</p>
<div id="attachment_325" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-325  " title="Sommerfest in Reichelsheim - Die Location" src="http://www.lenaisten.de/files/2011/07/DSC00567-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">(c) Lenaisten e.V. / Oliver Holzinger</p></div>
<p>Zur Einstimmung gab&#8217;s Remakas Fanvideo, dann begann der offizielle Teil mit dem Vorstandsbericht. Nach einem kurzen Überblick über die verschiedenen Aktivitäten unseres Vereins in den letzten Monaten erzählte Berti von den Erlebnissen des Lenaisten-Presseteams beim ESC, Laura berichtete von ihren zum Teil bizarren Medienkontakten, was viel Heiterkeit auslöste (die Medien waren bizarr, nicht die Laura), dann ließen wir den Kassenbericht über uns ergehen, der insofern erfreulich war, als wir mit einem Plus abgeschlossen haben. Es folgte die Vorstandswahl, bei der es tatsächlich mehr Kandidaten als Ämter gab, so dass es wirklich spannend war. Die Entscheidung über den 2. Stellvertreter fiel erst in einer Stichwahl, so dass sich die ganze Geschichte ziemlich lange hinzog und der eine oder andere zu gähnen anfing. Während der Auszählung weitermachen mit dem Programm konnten wir aber nicht, denn der nächste Programmpunkt war der bis zuletzt geheim gehaltene Knüller. Wir stärkten uns mit Kaffee und Kuchen.</p>
<p>Endlich war es soweit und Berti ließ genüsslich die Katze aus dem Sack. Er machte es sehr spannend, beginnend mit den vielen vergeblichen Versuchen der letzten Wochen und Monate, mit Lenas Management ins Gespräch zu kommen. Und dann der erlösende Bericht vom Treffen mit Claudia Gliedt und Robert Blümel. Tosender Beifall&#8230; und ein paar Freudentränchen bei dem einen oder anderen. Die danach geplante Präsentation des Haushaltsplans für das kommende Jahr fiel aus, da ich die falsche Datei auf meinem Computer hatte: den Plan vom letzten Jahr. Berti hat einige wichtige Eckpunkte aus dem Kopf zitiert. Inzwischen lagen wir so weit hinter dem Zeitplan, dass wir das Brainstorming über unsere weiteren Vereinsaktivitäten &#8220;als Hausaufgabe&#8221; aufgegeben haben. Eine konkrete Idee, die viel Zustimmung bekommen hat, ist die Veranstaltung von Regionaltreffen, damit man sich öfter sehen kann, ohne jedes Mal quer durch ganz Deutschland fahren zu müssen.</p>
<p>Endlich war der offizielle Teil geschafft und die Party konnte abgehen! Aus den Boxen ertönte Lena und Oli schmiss den Grill an. Es gab diverse Salate, Brötchen und Fleisch bis der Arzt kommt. Fleisch und Würste hätten wahrscheinlich für die Speisung der 5000 ganz ohne Wunder ausgereicht. Zwei Helfer vom Anglerverein sorgten dafür, dass in der Küche alles reibungslos ablief und der Getränkestrom nicht versiegte. Dann gab es Open Air-Kino draußen vor dem Gebäude, zunächst USFO (hach!), dann von [fliP] herrlich zusammengeschnittene Outtakes von unserem ESC-Team &#8211; ab und zu von Regenschauern unterbrochen, während derer wir wie die Hühner auf der Stange im Partyzelt saßen und durch den Regenkorridor hindurch auf die Projektionswand starrten &#8211; ein Bild für die Götter!</p>
<p>Drinnen startete sodann eine Tombola, in der diverse Artikel rund um Lena verlost wurden, aber auch z.B. Vereinsfahnen. An der Tombola nahmen alle Mitglieder teil,</p>
<div id="attachment_326" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-326 " title="Sommerfest in Reichelsheim - Die Location" src="http://www.lenaisten.de/files/2011/07/DSC00582-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /><p class="wp-caption-text">(c) Lenaisten e.V. / Oliver Holzinger</p></div>
<p>auch die nicht anwesenden &#8211; gezogen wurden Mitgliedsnummern. Ein kleines Zeichen der Verbundenheit mit denen, die nicht kommen konnten. Der Abend klang mit Karaoke aus &#8211; wobei Ausklingen vielleicht nicht das richtige Wort ist, denn wir haben ziemlich laut aufgedreht. Zum Glück lag das Vereinsheim außerhalb des Ortes hinter besagtem Friedhof, so dass höchstens die Störung der Totenruhe zu befürchten war. Gegen 3 Uhr habe ich mich in mein Zelt verkrochen, einige haben wohl noch eine Stunde weiter gefeiert, andere haben im Vereinsheim auf dem Fußboden ihre Liegestatt gefunden. Das Schöne ist: niemand ist über die Stränge geschlagen, niemand war betrunken, alles blieb friedlich und fröhlich.</p>
<p>Die Nacht, in der noch der eine oder andere Regenschauer herunterkam, wurde jäh beendet, als Simon weckend durch unser Zeltdorf stapfte &#8211; er kann richtig brutal sein. <img src='http://www.lenaisten.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Nach dem gemeinsamen Frühstück haben wir noch ein bisschen zusammengesessen, aufgeräumt (u.a. mussten die ganzen Lena-Plakate leider wieder abgehängt werden), die offiziellen Unterlagen fertiggestellt und ausgedruckt, und einige haben Formel 1 geschaut. Was dann noch passierte, kann ich nicht sagen, denn ich musste mich auf die weite Heimreise nach München machen.</p>
<p>Denen, die all das möglich gemacht haben, allen voran Oli Holzinger, aber auch den vielen weiteren Helfern, kann man gar nicht genug danken! Ebenso aber auch den großzügigen Spendern, die dafür gesorgt haben, dass wir das Fest insgesamt mit einem deutlichen Plus abschließen konnten!</p>
<p>BIS ZUM NÄCHSTEN MAL!</p>
<p><em>&#8230; von Stefan Peters</em></p>
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		<title>Christian Durstewitz im exklusiven LenaistenTV-Interview</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 14:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vereins-News]]></category>

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		<description><![CDATA[Das LenaistenTV-Portal wurde nach dem Eurovision Song Contest 2011 ganz schön still, doch das hat jetzt ein Ende. Zum 36. Lambertusmarkt schnappten sich die Lenaisten den ehemaligen “Unser Star für Oslo”-Teilnehmer Christian Durstewitz und führten mit ihm auf einem kuscheligen Speicher ein exklusives Interview mit einer zusätzlichen Überraschung für euch. Es lohnt sich reinzuschauen! &#62;&#62; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das LenaistenTV-Portal wurde nach dem Eurovision Song Contest 2011 ganz schön still, doch das hat jetzt ein Ende. Zum 36. Lambertusmarkt schnappten sich die Lenaisten den ehemaligen “Unser Star für Oslo”-Teilnehmer Christian Durstewitz und führten mit ihm auf einem kuscheligen Speicher ein exklusives Interview mit einer zusätzlichen Überraschung für euch. Es lohnt sich reinzuschauen!</p>
<p><a href="http://www.lenaisten.tv/2011/07/01/were-back-christian-durstewitz-exklusiv/" target="_blank">&gt;&gt; Hier gehts weiter nach Lenaisten.tv</a></p>
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		<title>Bühnenlichtgestalt</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 23:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>helicopter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flash-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Damals, in der Halle Am Anfang des Konzerts, die ersten Noten sind gesungen, ein Stutzen. Moment mal, da stimmt was nicht: Das ist live. Wo ist der viereckige Kasten um sie rum? Die Augen sehen, aber der Kopf will nicht verstehen. Die Gedanken geraten ins Straucheln, aber besser die als sie, die sich gerade anschickt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Damals, in der Halle</em></p>
<p>Am Anfang des Konzerts, die ersten  Noten sind gesungen, ein Stutzen. Moment mal, da stimmt was nicht: Das  ist live. Wo ist der viereckige Kasten um sie rum?</p>
<p>Die Augen  sehen, aber der Kopf will nicht verstehen. Die Gedanken geraten ins  Straucheln, aber besser die als sie, die sich gerade anschickt, einen  neuen jener Abende zu erobern, deren es so viele noch gar nicht gab &#8211;  und auch nicht mehr geben wird. Zahlreich hingegen die Herzen, die ihr  direkt am Bühnenrand zu Füßen gelegt werden und von weiter hinten  zufliegen. Wäre es über die auf den Wogen der Begeisterung tanzenden  Akkorde hinweg zu vernehmen, man hörte, wie aufgeregt sie rasen und  flattern und pochen und wummern. Ganz wie ihr eigenes, so wird man  später erfahren. Doch das große Rund ist auch von einer ruhigen  Gewißheit erfüllt: Wie wir hier beieinander sind, sind wir bei einander  in guten Händen. Nicht erst seit heute. Nicht nur für heute.<span id="more-192"></span></p>
<p>Für  eines reicht das Denken immerhin: Noch viel schmaler als vermutet, eine  Gigantin der Zierlichkeit, aber ja, doch, das ist sie. In Fleisch und  Blut. In persona. In echt. Reichlich in für eine, die reichlich out sein  müßte. Dann jedenfalls, ginge es nach den unbändigen Unverständigen,  die mit kollektiver Besessenheit Vergessenheit herbeizuschreiben  versuchen. Zwar könnten sie es besser wissen, aber sie wollen partout  keine Besserwisser sein. Und so sind ihre Worte falsch bemessen, was sie  maßlos macht, und falsch bewertend, was sie wertlos macht. Hinzu  gesellt sich die ungehörige Hörigkeit gegenüber der eigenen Zunft. Was  da ungeprüft wiederholt und voneinander abgeschrieben wird, lohnt der  Wiederholung nicht. Schreibt es einfach ab.</p>
<p>Präsenz als Präsent.  Nicht länger nur auf dem Schirm, doch mit demselben Charme. Lebhaft  leibhaftig auf den Brettern, die ihr wohl nicht die Welt, nun aber zwei  Stunden lang ihre Welt bedeuten. Wie leicht sie sich diese von der Zeit  nur geborgten und ihr doch auf ewig entrissenen Momente zu eigen macht,  leichter noch nimmt sie nur manchen Fehler. <em>Shit happens, but she doesn&#8217;t give a shit, she’s not trying to be a little Miss Perfection.</em> Was wäre ein Freudenfest ohne Freude? Selbst bei Stromausfall würde die  Halle nun hell erstrahlen. Die Bewegungen fließen, Tränen auch. Ein  Abend im Fluß, doch jeder einzelne Augenblick wird Bestand haben.  Urheberrechtlich nicht zu beanstandende Bestandsaufnahmen dokumentieren:  Keine Konserve in Reserve. Alles live, und <em>life</em> heißt Leben.</p>
<p><em>Dieser oder ein anderer Augenblick, zu Hause</em></p>
<p>Wieder  mal nicht ein, sondern das Konzert. Das jetzt zwar vorbei, aber auch  morgen noch ist. Nicht das eigene war und doch nicht fremd anmutet. An  Dimensionen verloren hat, nicht jedoch an Tiefe. Seine Zeit braucht,  auch wenn sie derweil vergessen wird. Keines unter vielen war, aber  eines für viele.</p>
<p>Mit ihrer ersten Tournee hat Lena den Rahmen des  Mediums, das sie ein intensives Jahr lang prägte, nicht nur verlassen,  sie hat ihn gesprengt. Poparchäologen mögen einst einen versteinerten  Splitter finden; jene künftige Generation könnte sich glücklich  schätzen, denn das Ausmaß der Pulverisierung ist immens. Insofern war  der anschließende, selbst von dem einen oder anderen Fan als Overkill  empfundene Mattscheibenmarathon, dessen Zieleinlauf im Düsseldorfer  ESC-Finale mündete, in seiner völligen Rückwendung auf die Welt der  Röhren, Plasmen und Flüssigkristalle ein Paradoxon &#8211; endete er doch mit  einer Bekräftigung des Zertrümmerns.</p>
<p>Wünschte man sich anfangs in  Ermangelung hauseigener Contenance, ihr neuerlicher Antritt möge die  fetteste aller Sahnetorten sein, mit freundlichen Grüßen mitten in die  sich zerreißenden Mäuler und geifernden Fratzen der Pöbler und Stänkerer  plaziert, wurde man von Lena selbst rasch eines stilsicheren Besseren  belehrt. Wie schon oft wußte sie es besser und machte es auch besser &#8211;  so daß am Ende überraschenderweise nicht ihre, ganz wie erhofft  brillante, Performance im Wettbewerb zum Sinnbild geworden war. Der  große Lena-Moment, der an Ausdruckskraft trotz seines randläufigeren  Charakters keinen Vergleich mit dem des Vorjahres zu scheuen braucht,  ereignete sich vielmehr schon früh am Abend: die Blitzinszenierung einer  geborenen Entertainerin. Ein Schnitt der Bildregie, der auf vielen  Sofas und Teppichen zu Martiniflecken geführt haben dürfte &#8211; man war im  Angesicht des Effekts nicht gerührt, sondern geschüttelt. Ein Kontrabaß,  wie ein von Botero entworfenes Ausrufezeichen nachdrücklich in den  Bühnenboden gerammt, ließen sich gummibewehrte Baßstachel überhaupt in  Bühnenböden rammen. Und oben auf den Zargen eine, die bereits beim  letzten Mal nicht hätte gewinnen müssen, um Gewinnerin zu sein. Pure  Spiellaune, überschäumende Freude, Lena gewordene Energie &#8211; dabei nicht  die Spur bereits genossenen oder voreilig vorweggenommenen neuen  Triumphs. Es lag also kein bißchen an Lena, daß sich beim Anblick ihres  sich der Hallendecke entgegenreckenden Armes dennoch die Assoziation  einer Art Nike der Nike-Ära einstellte. Wie auch dieser Gedanke: Keine  kleine Insel im Hudson, eine Riesenhalle am Rhein. Keine hohle alte  Statue, eine erfüllte junge Frau. Und doch eine wunderbare  Gemeinsamkeit: <em>She’s enlightening the world.</em></p>
<p>Jene neun  Konzerte, jener eine Abend waren keine letzten, aber letztgültige  Statements: Das natürliche Habitat der Lena-Katze war, ist und bleibt  die Bühne. Dort wird immer Raum für sie sein &#8211; in der größten Halle  sowieso, aber eben auch im kleinsten Club. Somit bringt selbst der noch  schwammige Ausblick auf eine Akustiktour später im Jahr den Puls mächtig  auf Trab. Es gäbe endgültig kein Mittel mehr gegen die Unmittelbarkeit  einer Künstlerin, die ihren Lern- und Reifeprozeß bislang in  Siebenmeilenstiefeln vollzogen hat. Würden die Unplugged-Pläne  Wirklichkeit, wäre zudem ein nicht minder faszinierendes Phänomen zu  bestaunen: Was ungeachtet aller Vagheit viele schon jetzt mit dem Virus  fiebriger Vorfreude infiziert hat, was mit Vorstellungen aufgeladen, mit  Hoffnungen und Träumereien verknüpft wird, mutierte am Ende vom  sakramentalen Hochamt zur größten Selbstverständlichkeit. Es wäre ein  Wiedersehen unter Freunden, Lenas Rückkehr an einen Ort, der immer einer  der ihren sein wird. Landläufig nennt sich das: nach Hause kommen.</p>
<p>Am  Ende der DVD, der Abspann ist gelaufen, ein Stutzen. Moment mal, da  stimmte was nicht: Das war nicht live. Was sollte der viereckige Kasten  um sie rum?</p>
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